Outsourcing in den Finanzdienstleistungen

Im Finanzsektor macht der Begriff Outsourcing seit 2001 als Modewort Karriere. Branchenkonferenzen, wissenschaftliche Beiträge und politische Wortmeldungen zur Industrialisierung des Bankenwesens nehmen kontinuierlich zu. Immer stärker propagieren sie die Formel "Zukaufen statt selber machen" als Antwort auf die Herausforderungen, die sich aus den gegenwärtigen Veränderungsprozessen ergeben.

Der Aufschwung, den Outsourcing-Lösungen in der Theorie erleben, ist in der unternehmerischen Praxis noch nicht angekommen. Die Kreditwirtschaft hat mit der Verringerung der Verarbeitungstiefe erst begonnen. Der Anteil zugekaufter Fremdleistungen beschränkt sich auf 20%.

Ein wichtiger Grund für die Zurückhaltung ist, dass die ersten Vorstöße im Bereich Business Process Outsourcing teilweise hinter den Erwartungen zurückgeblieben sind. Diese hatten sich vor allem auf drei Aspekte konzentriert:

  • Reduzierung der Personalkosten: Auslagerung kompletter Unternehmensbereiche in eigenständige Tochterunternehmen (Profit Center)
  • Synergieeffekte: strategische Kooperation mit anderen Instituten
  • Rationalisierung: Umbau zur Kreditfabrik mit vereinfachten Standardprodukten und automatisierter Kreditvergabe.

Das Geschäftsmodell von SOLIDUS akzentuiert gegenüber diesem Ansatz Lösungen, die mit dem Auslagern unproduktiver Teilprozesse die Konzentration auf das Kerngeschäft stärken. Mit dem Einsatz freier Ressourcen für die Produktentwicklung und Qualitätssteigerungen in Beratung und Vertrieb können Finanzdienstleister ihre Fixkosten veredeln und sich im Verdrängungswettbewerb gegenüber zunehmend austauschbaren Produkten behaupten.